Laden ohne Heimladung: machbar, aber strukturell unbequem
Laden · Keine Heimladung (Mietwohnung, kein privater Stellplatz)
Wie gilt dieser Aspekt für dich?
Fakt
Öffentliche Ladesäulen kosteten 2025 im Schnitt 55–80 Ct/kWh an AC-Säulen und 70–90 Ct/kWh an DC-Schnelladern (BDEW 2025). Das ist 3–5× teurer als Heimladen mit eigenem Ökostromtarif. Dazu kommt: ca. 30 % der öffentlichen Säulen in Städten waren 2024 zeitweise defekt oder belegt (ADAC 2024).
Kontext-Urteil
Ohne Heimladung ist ein E-Auto nutzbar, aber teurer und planerisch aufwändiger. Jeder Ladevorgang bedeutet einen separaten Trip zur Säule oder Planung rund um Alltagswege. In Städten mit dichtem Ladenetz klappt das – in dünn versorgten Regionen zermürbt es.
Kipppunkt
Alternativen zu privater Heimladung
Für Mieter gibt es zunehmend Lösungen: Einige Vermieter rüsten Tiefgaragen nach, gefördert durch das Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz (GEIG). Mieter können den Einbau eines Ladepunkts mittlerweile rechtlich einfordern – der Vermieter kann ihn nicht mehr pauschal ablehnen (§ 554 BGB seit 2020).
Wer das nicht durchsetzen kann oder will, sollte den Ladeplan aktiv aufstellen: Welche Säulen in der Nähe sind zuverlässig? Welche App bündelt Zugang und Abrechnung? (PlugShare, ABRP, Chargemap, Maingau Energie, EnBW mobility+)
Quellengrundlage