⚠ Kritisch Aspekt: Kosten – Kontext: Keine Heimladung

Kosten ohne Heimladung: der Energievorteil verpufft

Kosten · Keine Heimladung (ausschließlich öffentliche Lader)

Wie gilt dieser Aspekt für dich?

⚠ Kritischer Punkt

Fakt

Öffentliches AC-Laden kostet 2025 im Schnitt 55–80 Ct/kWh, DC-Schnellladen 70–90 Ct/kWh (BDEW 2025). Bei 15.000 km/Jahr und 18 kWh/100 km ergeben sich ca. 1.500–2.400 € Ladekosten. Ein Benziner mit 7 l/100 km und 1,72 €/l kostet ca. 1.800 €/Jahr – kaum ein Unterschied.

Kontext-Urteil

Wer ausschließlich öffentlich lädt, verliert den wichtigsten Kostenvorteil des E-Autos. Die Energiekosten nähern sich denen eines Benziners, während die Anschaffungskosten höher bleiben. Das TCO-Ergebnis ist dann deutlich negativ für das E-Auto.

Kipppunkt

Das Urteil verbessert sich auf 'mittel', wenn regelmäßig zum Arbeitgeber- oder Depot-Tarif geladen wird (15–25 Ct/kWh) – das ist deutlich günstiger als öffentliche Ladesäulen.

Warum öffentliche Ladepreise so hoch sind

Öffentliche Ladesäulenbetreiber kalkulieren Netzanschluss, Betrieb, Wartung und Kapitalkosten in den Preis ein – plus Marge. Der Baukostenzuschuss für Schnelllader an Autobahnen liegt bei 50.000–300.000 € pro Standort. Diese Kosten werden über den Ladestrompreis refinanziert.

Wer ohne Heimladung ein E-Auto nutzen möchte, sollte konkret prüfen: Gibt es in Wohnortnähe einen günstigen Dauerparker mit Lademöglichkeit? Bietet der Arbeitgeber kostenfreies oder subventioniertes Laden?

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